Juli 2015

Fine Art Photography Awards 2015

Dieses Jahr habe ich  bei den  Fine Art Photography Awards teilgenommen und  freue mich dreimal Honorable Mention für 3 Serien (Landscape/Seascape, Open Theme, Panoramic) erhalten zu haben. Die Slideshow zeigt alle ausgezeichneten Bilder der drei Serien:

Altstadtmarkt Braunschweig Panorama Bärlauchblüte im Nationalpark Harz Winternebel im Nationalpark Harz Zwinger Eingang Pano Harzer Schmalspurbahn Sonnenuntergang Harzer Schmalspurbahn Harzer Schmalspurbahn Abend Harzer Schmalspurbahn Schnee Harzer Schmalspurbahn Harz

 

 

Luftbild Quedlinburg Abends 9

Luftbilder

Ich freue mich sehr, dass ab heute meine ersten Luftbilder online sind und in der neuen Galerie-Rubrik Luftbilder begutachtet werden können. Luftbilder wollte ich seit längerem produzieren und nun hat es dieses Jahr endlich geklappt. Natürlich bleiben auch aus der Luft meine drei großen Schwerpunkte: Schlösser & Burgen (bzw. historische Baudenkmäler), Stadtpanoramen und Landschaften. Den Anfang bilden Fotos von der wunderschönen Stadt Quedlinburg mit den zahlreichen Fachwerkbauten und dem Marktplatz, dem Schloss und der Kirche St.Servatius (Unesco Weltkulturerbe) auf dem Schlossberg sowie Halberstadt mit dem Halberstädter Dom. Der Anblick von oben ist, wie  viele andere bereits vor mir beschrieben haben, wie aus einem Spielzeugland – alles schrumpft auf Miniatur-Größe. Durch die veränderte Perspektive bekommt man aus der Luft ganz andere (unbekannte) Eindrücke und hat  im wahrsten Sinne des Wortes einen sehr guten Überblick. Dass Bilder aus der Vogelperspektive eine besondere Faszination ausüben, zeigt u.a der große Erfolg der preisgekrönten Terra-X Dokumentationsreihe Deutschland von oben (durchschnittlich fünf Millionen Zuschauer während der ersten Staffel). Von oben auf die eigene Heimat blickend, auf das eigene Land in dem man lebt, entdeckt man ganz neue Ansichten und reibt sich verwundert die Augen: Ist das meine Stadt, ist das Deutschland?  Städte, Häuser, Kirchen, historische Gebäude, Landschaften erscheinen auf einmal „in einem anderen Licht“, und man beginnt schnell nach Bekanntem zu suchen und erblickt scheinbar ganz neue Gebäude, die man meint zuvor noch nie gesehen zu haben. Dabei ist es immer wieder faszinierend, dass eine gewisse Ordnung vorhanden bzw. zu erkennen ist und verschiedene Phasen einer Stadtentwicklung sichtbar werden.

Sonnenlicht Buchenwald Bärlauchblüte NP Harz

Bärlauchblüte 2015

Die Bärlauchblüte 2015 war aus Sicht eines Fotografen besser und schöner als im Jahr zuvor. Die Sonne schien in diesem Frühling viel häufiger, sodass ich meine Wunschbilder vor ein paar Wochen realisieren konnte. Zwar regnete es viel zu wenig und einige Bärlauchblätter wurden schnell gelb, aber insgesamt war die diesjährige Bärlauch-Saison ein voller Erfolg. Viele neue Bilder sind entstanden und können nun in der Galerie unter de Rubrik Nationalpark Harz und Landschaft begutachtet werden. Angefertigt habe ich die Fotos im Nationalpark Harz, dem Harzvorland und einem Naturpark.

Der Bärlauch (Allium ursinum) oder auch Waldknoblauch / wilder Knoblauch ist eine essbare Wildpflanze, gehört zu der Familie der Zwiebelgewächse (Alliaceae) und ist insbesondere in (Kalk-) Buchenwäldern, feuchten Auenwäldern, halbschattigen Waldrändern, an Fluss- und Bachläufen oder anderen Feuchtgebieten zu finden. Die Blütezeit des Bärlauchs ist i.d.R. (je nach Witterung) im Frühling von April bis Mai und verwandelt so einige Waldgebiete in ein weißes Blütenmeer. Die Blüte beginnt, wenn die schwach belaubten Buchen-Bäume noch ausreichend Sonnenlicht auf den Waldboden lassen (im Sommer erreicht in Buchenwäldern nur noch ein halbes Prozent des Sonnenlichts den Waldboden, im Frühling sind es hingegen ca. 50%). Die Pflanze benötigt zudem humusreiche, kalkreiche, lockere & feuchte (Lehm-) Böden und kommt nur in Europa und Teilen Nordasiens vor.

Um 812 n. Chr. befahl übrigens Kaiser Karl der Große per Dekret, dass in allen kaiserlichen Gärtender Bärlauch angepflanzt werden sollte. Die Blüten und die zerriebenen Blätter riechen stark nach Knoblauch, sodass man schon vor Erreichen der Vorkommen den intensiven Duft in der Nase spürt. Durch die in den letzten Jahren zunehmende Beliebtheit dieser Pflanze wurde vermehrt von „Trendkraut“ gesprochen, und viele Sammler suchen sich jedes Jahr im Frühling ihre „Portion“ Bärlauch (ein paar erleiden nach dem Verzehr eine Vergiftung, da sie Maiglöckchen und nicht den gesunden Bärlauch geerntet haben). In Deutschland darf man den Bärlauch, neben Pilzen und Heilkräuter, in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf sammeln (in Naturschutzgebieten ist das Pflücken verboten). Dort wo man die Wege verlassen darf fühlt man sich wie im Urwald – und an den warmen Tagen war es beim Fotografieren in der feuchten Umgebung sogar ein bisschen „tropisch“. Zwar kann man mit Fotos keine Gerüche transportieren, jedoch kann man sich anhand dieser einen Eindruck vom scheinbar unendlichen Bärlauchblütenteppich verschaffen.

Tipp: Auf Mundraub.org können über eine Karte Standorte von Obst und Kräutern im öffentlichen Raum eingesehen und eingetragen werden (auch der Bärlauch). Über eine Karte kann man Mostereien, zahlreiche Obstbäume & Obststräucher, Nüsse  und Kräuter ein- und ausblenden. Diese Plattform dient dazu, Fundorte miteinander zu teilen, Erfahrungen und Rezepte auszutauschen.

 

Fluss im Naturpark mit Bärlauchblüte