Dampf

Vergleich Sony FE 70-200 F4 G OSS & Canon EF 70-300 L IS USM

Das Canon EF 70-300 f4 L IS USM habe ich nun seit über zwei Jahren im Einsatz und bis jetzt habe ich mit diesem Telezoom fast nur sehr gute Erfahrungen gemacht. Da meine verwendete Hauptkamera seit Sommer letzten Jahres die Sony Alpha 7 (ILCE-7) und nicht mehr die Canon EOS 650D oder Sony Alpha 57 ist, benötige ich für einige Aufnahmesituationen ein Original Sony FE Objektiv. Der Autofokus über einen Adapter ist einfach viel zu langsam, als dass ich diese Kombination (Sony Alpha 7 + Adapter + Canon Objektive) z.B. für bewegte Motive, Luftbilder, aber auch für Portraits verwenden kann. Für bestimmte Shootings habe ich in der Vergangenheit das Sony FE 70-200 mm F4 G OSS benutzt. Da ich während des Fotografierens im Vergleich zum Canon Telezoom keine sichtbaren Unterschiede bezüglich der Schärfe oder deutlich spürbare Unterschiede bezüglich des Autofokus bemerkt habe, wollte ich in einer Vergleichs-Aufnahme-Reihe beide Objektive (Canon EF 70-300 & Sony FE 70-200) direkt miteinander vergleichen. Für meine Arbeit interessiert mich nur, ob die Bilder in der Hundertprozent-Ansicht scharf und frei von Lichtreflexen (lens flares) sind, ob das Objektiv eine nicht allzu große Verzeichnung aufweist und wie gut der Bildstabilisator arbeitet. Mein verwendetes Equipment darf mich beim Fotografieren nicht behindern, aber Pixelpeeping betreibe ich nicht und es hat für mich nichts mehr mit Fotografie zu tun.
Das Sony FE 70-200 mm hat eine durchgehende Lichtstärke von Blende 4 und einen eingebauten optischen Bildstabilisator (an den Alpha 7 Modellen ist ein zusätzlicher Bildstabilisator im Kameragehäuse eingebaut). Das Canon EF 70-300 wartet offenblendig mit f4 bis 5.6 bei 300m auf und hat ebenfalls einen integrierten Bildstabilisator.
Alle Vergleichsaufnahmen sind mit einer Sony Alpha 7 auf einem Stativ mit Kabelauslöser gemacht worden (in der 100% Ansicht manuell fokussiert) und zeigen den Braunschweiger Rathausturm (das ganze Bild zeigt den Rathausturm mit Löwendenkmal vom Burgplatz im Vordergrund bei 70mm). Bei dieser Gegenüberstellung vergleiche ich bei beiden Objektiven natürlich nur den Brennweitenbereich von 70 bis 200mm jeweils für das Zentrum (mit Bilder) und den Randbereich. Die Randschärfe des Canon 70-300 würde ich bei Offenblende (Blende 4) als sehr gut, beim Sony FE 70-200 als gut bezeichnen. Das Bildzentrum beider Objektive ist scharf, abgeblendet äußerst scharf – die Unterschiede sind sehr gering!

Das Motiv als Ganzes (Ausgangsbild)

Canon EF 70-300 L IS USM 70mm f8

Braunschweiger Rathausturm & Löwendenkmal Burgplatz Canon EF 70-300 L IS USM 70mm f8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Canon EF 70-300 L IS USM                                                                                Sony FE 70-200 mm F4 G OSS (SEL70200G)

Canon 70-300 L IS USM 70mm f4

Canon EF 70-300 L IS USM 70mm f4 100%

Sony FE 70-200 G OSS 70mm f4.0

Sony FE 70-200 G OSS 70mm f4.0 100%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Canon 70-300 L IS USM 70mm f11

Canon EF 70-300 L IS USM 70mm f11

Sony FE 70-200 G OSS 70mm f11

Sony FE 70-200 G OSS 70mm f11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Canon 70-300 L IS USM 100mm f4

Canon EF 70-300 L IS USM 100mm f4

Sony FE 70-200 G OSS 100mm f4

Sony FE 70-200 G OSS 100mm f4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Canon 70-300 L IS USM 100mm f11

Canon EF 70-300 L IS USM 100mm f11

Sony FE 70-200 G OSS 100mm f11

Sony FE 70-200 G OSS 100mm f11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Canon 70-300 L IS USM 135mm f4.5

Canon EF 70-300 L IS USM 135mm f4.5 100%

Sony FE 70-200 G OSS 135mm f4.0

Sony FE 70-200 G OSS 135mm f4.0 100%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Canon 70-300 L IS USM 135mm f11

Canon EF 70-300 L IS USM 135mm f11 100%

Sony FE 70-200 G OSS 135mm f11

Sony FE 70-200 G OSS 135mm f11 100%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Canon 70-300 L IS USM 200mm f5

Canon EF 70-300 L IS USM 200mm f5 100%

Sony FE 70-200 G OSS 200mm f4.0

Sony FE 70-200 G OSS 200mm f4.0 100%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Canon 70-300 L IS USM 200mm f11

Canon EF 70-300 L IS USM 200mm f11 100%

Sony FE 70-200 G OSS 200mm f11

Sony FE 70-200 G OSS 200mm f11 100%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit

Beide Objektive sind für meine Anwendungen (Architektur, Landschaften, Luftbilder) super und lassen fast keine Wünsche offen. Der Autofokus arbeitet sehr schnell und treffsicher, einzig beim Sony bin ich nicht hundertprozentig zufrieden. Denn mit dem Sony 70-200 habe ich etwas zu viele unscharfe Bilder, was entweder am nicht perfekten Bildstabilisator oder möglicherweise am nicht ganz ausgereiften Autofokus-System der verwendeten Sony Alpha 7 liegt. Laut Berichten anderer (beispielsweise Traumflieger) soll mit der neue Sony Alpha 7R II das Fokussieren deutlich schneller gehen, und in absehbarer Zeit kann ich hier weiteres dazu berichten (die Sony Alpha 7 hat nur 25 AF-Felder, die 7R II jedoch 399 Af-Felder). Aber den Meisten dürfte klar sein, dass neben einem schnellen Motor im Objektiv auch ein sehr gutes Autofokus-System einer Kamera maßgeblich dafür verantwortlich ist, wie schnell und zuverlässig Motive erfasst werden, und die Sony Alpha 7 oder 7R sind natürlich keine Kameras für Sport- oder Tierfotografie – da wäre dann eine Canon EOS 7D Mark II, 5D Mark III / IV oder 5DS (R) eher geeignet. Interessantes und in diesem Zusammenhang erwähnenswertes Feature beim Sony ist ein Fokuslimiter, welcher das Eingrenzen des Fokusbereiches erlaubt und damit beim Fokussiervorgang verhindert, dass der komplette Fokusbereich „abgefahren“ wird. Die Schärfe ist bei beiden Objektiven durchweg sehr gut – Pixelpeeper würden in der Hundertprozent-Ansicht dem Canon EF 70-300 L IS USM ca. 5-10% mehr an Schärfe attestieren, was jedoch in der photographischen Praxis vernachlässigbar ist. In Gegenlichtsituationen habe ich beim Canon Telezoom leider häufiger unschöne und deutlich sichtbare Lichtreflexe erhalten, die doch sehr störend sind. Inwieweit dies bei anderen Telezooms von Canon (z.B. dem Canon EF 70-200 2.8 L IS USM II) auftritt, kann ich nach derzeitigem Kenntnisstand nicht sagen.
Zum Abschluss jeweils pro Objektiv zwei Beispielfotos aus der Praxis, denn für mich zählt vor allem das fertige Bild als Ganzes und nicht das pingelige Suchen nach dem letzten Rest an Schärfe in den äußersten Rändern oder das penible Fahnden nach minimaler kissen- oder tonnenförmiger Verzeichnung:

 

Portrait Stelzenfigur Seifenblasen

Sony FE 70-200 mm F4 G OSS, Sony Alpha 7, ISO 100, 1/640, 94mm, f4

Luftbild Schloss Marienburg

Sony FE 70-200 mm F4 G OSS, Sony Alpha 7, ISO 800, 1/400, 70mm, f8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Historische Darstellung Frau

Canon EF 70-300 L IS USM, Canon EOS 650D, ISO 200, 1/320, f4.5

Harzer Schmalspurbahn Nebel

Canon EF 70-300 L IS USM, Sony Alpha 7, ISO 100, 1/400, 70mm, f5.6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Update 12.01.2017: Wie ich bereits im Fazit vermutete, ist der Autofokus der Sony Alpha 7RII deutlich schneller und treffsicherer als der der Sony Alpha 7. Letztere Kamera ist für bestimmte Aufnahmesituationen (mit Original Sony FE Objektiven) einfach nicht geeignet. Mit der 7RII hatte ich während eines Shootings nur ca. 20% Ausschuss, mit der Alpha 7 ca. 50%! Interessant wäre jetzt noch der Vergleich mit der neuen Canon EOS 5D Mark IV – Erfahrungsbericht folgt später.

Weitere zu empfehlende Tests:

Traumflieger Test Canon EF 70-300mm L IS USM

Canon EF 70-300mm f/4-5.6L IS USM Lens Review

Testberichte.de Sony Fe 70-200 f4 G OSS

Harzer Schmalspurbahn Sonnenuntergang

Neu in der Galerie – Harzer Schmalspurbahn

Ab heute ist eine neue Rubrik in der Galerie zu finden: Die Harzer Schmalspurbahn. Das im Jahre 1991 gegründete Unternehmen betreibt das mit 140,4 km Streckenlänge längste zusammenhängende dampfbetriebene Streckennetz in Europa. Täglich fahren die Dampflokomotiven der Harzer Schmalspurbahn (Harzquer-, Selketal- und Brockenbahn) durch den National- und Naturpark Harz. Als eines der touristischen Highlights im nördlichstem Mittelgebirge Deutschlands, bietet die Harzer Schmalspurbahn mit ihrem fahrplanmäßigen Zugbetrieb den Touristen und Wanderern die Möglichkeit, entlang des Streckennetzes die Landschaft des Harzes zu genießen und zu „erfahren“. Dabei stehen der Schmalspurbahn 25 Dampflokomotiven (Baujahr 1897 – 1956) zur Verfügung und befördern jährliche mehr als 1 Millionen Fahrgäste. Sogar der mit 1125 Meter höchste Berg des Harzer Mittelgebirges wird mit den dampfbetriebenen Zügen angefahren – dort hat man die Möglichkeit einen Ausblick auf das Norddeutsche Flachland zu bekommen.
Diese europaweite Einzigartigkeit des Dampfzugverkehrs photographisch festzuhalten und in Szene zu setzen kann dabei die Schönheit und den heutigen Stellenwert der Harzer Schmalspurbahn vermitteln.

Das Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen

Brockenbahn
Drei Annen Hohne – Schierke – Brocken (1142 m üNN)

Harzquerbahn
Wernigerode – Drei Annen Hohne – Benneckenstein – Eisfelder Talmühle – Nordhausen

Selketalbahn
Quedlinburg – Gernrode – Alexisbad – Stiege – Hasselfelde mit Abzweig Alexisbad – Harzgerode und Verbindung Stiege – EisfelderTalmühle

Übrigens: Mit der 4 Tages-HarzCard hat man die Möglichkeit einmalig kostenfrei  zum Brocken zu fahren (Hin- und Rückfahrt).

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