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Erfahrungsbericht Commlite, Fotodiox & Sigma MC-11 Adapter für Canon Objektive an Sony Kameras

Erfahrungsbericht Adapter für Canon Objektive an Sony Kameras

 
Warum Adapter verwenden?

Seitdem ich die Systemkameras von Sony benutze – die ILCE-7 Reihe, beginnend mit der Sony A7 im Jahre 2014, gelegentlich die A7 II und zurzeit hauptsächlich das aktuelle Modell, die Sony A7 III – musste ich nach Adapterlösungen suchen, da ich mich zuvor ursprünglich für das Canon System entschieden hatte. Die Canon EOS 650D war meine erste  (Spiegelreflex-) Kamera. Wenn man über einen kleinen Fuhrpark an Canon Objektiven verfügt, dann führt man nicht gleich einen kompletten Systemwechsel durch. Seit Jahren verwende ich u.a. folgende Objektive: Das Weitwinkelobjektiv Canon EF 16-35 4.0 L IS USM, das Standardzoom Canon EF 24-70 4.0 L IS USM und das Telezoom Canon EF 70-300 L IS USM. Das erstgenannte Objektiv verwende ich am häufigsten, denn es stellt mein absolutes Lieblingsobjektiv dar, da es sehr scharf ist, das Gewicht sich in Grenzen hält, der Autofokus schnell ist und es sehr wenig störende Lichtreflexionen in Gegenlicht- oder Seitenlichtsituationen produziert. Bezüglich des letztgenannten Aspekts ist mir bis dato kein besseres Objektiv in die Hände gekommen. Das ist der Hauptgrund, warum ich immer noch das Canon Objektiv per SIGMA MC-11 Adapter an der Sony A7 III verwende und mir kein natives Sony Weitwinkelobjektiv zugelegt habe. Und auch die anderen Canon Objektive mit Sony Objektiven zu ersetzten, wäre zu kostspielig und würde keine wesentlichen Verbesserungen bezüglich der Bildqualität (Schärfe, Lichtreflexionen) bringen. Im Laufe der Jahre habe ich daher so einige (schlechte) Erfahrungen mit diversen Adapterlösungen machen dürfen.

Der lästige Kampf & Krampf mit den Adaptern

Einer der ersten von mir verwendeten Adapter war der Commlite Adapter. Er ist relativ solide verarbeitet und die Passgenauigkeit ist sehr gut. Das Adaptieren der Canon Objektive funktioniert gut, ohne dass man viel Kraft aufwenden muss. Ein Klemmen beim Ein- und Ausdrehen würde im schlimmsten Fall die Anschlüsse der Objektive beschädigen. Ein abschraubbarer Stativfuß ist mit dabei, was sich bei Panoramaaufnahmen mit einem Nodalpunktadapter als ein Vorteil erweist. Die Innenseite des Adapters ist zwar (zur Reflexminderung) matt schwarz lackiert, jedoch kam es trotzdem zu leichten Lichtreflexen. Deshalb habe ich den inneren Rand des Adapters kameraseitig mit schwarzen Streifen abgeklebt. Es trat aber leider kein positiver Effekt ein.

Da dies ein Automatik-Adapter ist, wird der Blendenwert, die Verschlusszeit und Lichtempfindlichkeit angezeigt bzw. mit gespeichert, jedoch wird in den EXIF-Daten das Objektiv nicht erkannt und die Verwendung des Bildstabilisators wird nicht immer korrekt angezeigt, sprich ob er ein- oder ausgeschaltet ist. Wichtiger ist jedoch, dass die Bildstabilisierung der Canon Objektive durch den Adapter nicht beeinträchtigt wird. Eine Vignettierung ist erfreulicherweise kaum auszumachen, dagegen ist – neben der Reflexanfälligkeit – der Autofokus das zweite große Manko des Commlite Adapters. An allen von mir verwendeten Sony Alpha 7 Kameras (A7 I bis III und A7R II) pumpt er mehrfach hin und her und trifft auch irgendwann den Fokus, jedoch kann man in der Zeit auch per Focus Peaking Funktion deutlich schneller manuell fokussieren. Der Autofokus ist also unter dem Strich noch nicht einmal für Landschafts- oder Architekturaufnahmen zu gebrauchen und für Action-Szenen schon mal gar nicht.

Das dritte große Manko sind die evtl. wegen Kontaktproblemen verursachten regelmäßigen Ausfälle des Adapters. Insbesondere bei Kälte wird die Kamera häufig lahmgelegt, und man kann überhaupt keine Einstellungen vornehmen geschweige denn fotografieren. Das einzige was dann hilft, ist entweder länger zu warten (ca. 30-60 Sekunden) oder die Kamera aus- und wieder einzuschalten bzw. den Akku zwischendurch rauszunehmen. Das hat mich zur Weißglut getrieben und dermaßen genervt, dass ich für diesen Adapter überhaupt keine Kaufempfehlung aussprechen kann, sondern ganz im Gegenteil, jeden nur davor warnen kann, sich den Commlite Adapter zuzulegen. Es sei denn, man hat eine extrem hohe Frustrationstoleranz und lässt sich gerne vom Equipment das Fotografieren madig machen.

Nun folgend die Vor- und Nachteile des Commlite Adapter noch mal im Überblick.

Pro

– günstiger Anschaffungspreis

– relativ solide verarbeitet

– abschraubbarer Stativfuß

– Blendenwert, Verschlusszeit & Lichtempfindlichkeit wird angezeigt/gespeichert

Contra

Nun folgend die Vor- und Nachteile des Commlite Adapter noch mal im Überblick.

– deutliche Reflexe

– sehr häufige Aussetzer der Elektronik insbesondere bei Kälte

– hoher Stromverbrauch (bei Autofokus-Betrieb)

– das Auflagemaß bei meinem Exemplar beträgt nur ca. 25.5 mm statt der erforderlichen 26 mm, dadurch verändert sich die Schärfeebene bei Änderung der Brennweite und ein parfokales Objektiv ist nicht mehr parfokal (Fokusebene verändert sich beim Zoomen)

– Autofokus quasi untauglich

– wackliger Stativfuß läst sich nicht vollständig fixieren

Fotodiox

Für den Fotodiox Adapter gelten im Prinzip die selben Vor- und Nachteile wie beim Commlite. Letztendlich kann ich auch hier nur davor warnen, sich diesen Adapter anzuschaffen!

 

Sigma MC-11 Adapter und Canon Objektiven

Der Sigma MC-11 ist zwar der kostspieligste Adapter, jedoch einer, der wirklich für den Praxiseinsatz taugt. Eigentlich ist er der Einzige auf dem Markt erhältliche richtig funktionstüchtige Adapter. Für Actionaufnahmen, mit sehr kurzen Verschlusszeiten und der Notwendigkeit, einen äußerst schnellen, treffsicheren Autofokus verwenden zu müssen, eignet sich dieser Adapter natürlich auch nicht, zumal eine Adapterlösung immer einen Kompromiss darstellt.  Für solche Aufnahmesituationen führt kein Weg an native Sony Objektive vorbei.

Pro

– der Autofokus funktioniert sehr gut (z.B. an der A7 III)

– zuverlässig zu allen Jahreszeiten (keine Aussetzer der Elektronik)

– Blendenwert, Verschlusszeit & Lichtempfindlichkeit wird angezeigt/gespeichert

– keine Reflexe

– solide verarbeitet

 

Sony Alpha 7 Frontansicht

Über 4 Jahre mit der Sony Alpha 7 – Ein Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht Sony A7

 

Scharfe Fotos dank Kantenanhebungsverfahren (Focus Peaking)

Vom Sommer 2014 bis zum Winter Ende des Jahres 2018 habe ich mit der Sony A7 (ILCE-7)  etwas über 50.000 Fotos gemacht. Während dieser 4 1/2 Jahre wurden die meisten Fotos dabei mit adaptierten Canon Objektiven (Canon EF 16-35 4.0 L IS USM, Canon EF 24-70 4.0 L IS USM, Canon EF 70-300 L IS USM) angefertigt. Zuerst war der sehr unzuverlässige Fotodiox Adapter im Einsatz, später der deutlich bessere und gerade im Winter ohne große Ausfälle arbeitende Sigma MC-11. Letzterer ist auch an meiner aktuell verwendeten Sony A7 III im Einsatz. Das manuelle Fokussieren an der A7 funktionierte via Focus Peaking einwandfrei und fast alle meiner Fotos waren scharf – Verwackler aufgrund einer zu langen Verschlusszeit und/oder von zu lebhaften Händen einmal ausgenommen. Dieses Kantenanhebungsverfahren in Rot (Darstellungsstärke einstellbar) erleichtert, durch optisch ins Livebild eingeblendete Konturlinien, die Arbeit enorm und ist eines der großen Vorzüge dieser seinerzeit revolutionären spiegellosen Systemkamera. Wollte man hingegen in bestimmten Situationen den seinerzeit mit dem Slogan „schneller Hybrid Autofokus“ beworbenen Autofokus verwenden, so wurde man eher enttäuscht:

 

Unzuverlässiger Autofokus

Beispielsweise waren während eines Shootings mit der A7 in Kombination mit dem Sony FE 70-200mm F4,0 G OSS fast ein Drittel der angefertigten Fotos unscharf! Auch das verwendete Tele Sony FE 70-300mm F4,5-5,6 G Master produzierte mit dem Autofokus der A7 ca. 25% unscharfe Fotos. Egal welches native Sony Objektiv man verwendet hat, der Autofokus arbeitete nicht zuverlässig genug und die Ausschussrate stellte sich als viel zu hoch dar. Im Vergleich dazu waren im Rahmen einer Aufnahmesession mit der Sony 7R II in Kombination mit dem Sony FE 24-70mm F2.8 G Master z.B. nur ca. 5% der Bilder unscharf. Kurzum der Autofokus der A7 stellte sich als nicht treffsicher genug und mit dem Commlite, Fotodiox oder Sigma MC-11 Adapter und Canon Objektiven als gänzlich untauglich dar.

Der Hybrid Autofokus der A7 stellt eine Mischung aus einem Phasen- und einem Kontrastverfahren dar (mehr zur Autofokustechnik hier www.fotohits.de/themen/report/serie-foto-hits-erklaert-technik/technik-verstehen-autofokus/). Die Anzahl der Phasendetektionspunkte bzw. Messfelder liegt bei 117, die der Kontrastmessung bei 25 Messfeldern – insgesamt 142 Autofokus-Messfelder. Beim Nachfolgemodell, der Sony A7 II, arbeitet auch ein Hybrid Autofokus mit ebenfalls 142 Feldern (25 Kontrastmessung, 117 Phasenvergleich). Das aktuelle Modell, die Sony A7 III hingegen, verfügt über 1118 Felder (425 Kontrastmessung, 693 Phasenvergleich). Nicht nur auf dem Papier sieht das Autofokussystem der A7 III besser aus, auch in der Praxis bestätigt sich dies. Schaut man sich die Tests auf DPReview oder Traumflieger an, so stimmen die mit meinen Erfahrungen hinsichtlich der Bewertung des Autofokus überrein. Die offizielle Anpreisung von Sony – „schneller Hybrid Autofokus“ – ist also unter Vorbehalt zu sehen. Der Autofokus der A7 und der A7 II ist meines Erachtens unausgereift, das aktuelle 3er Modell hingegen ist endlich mit einem perfekten Autofokussystem ausgestattet.

Bildqualität

Die Bildqualität der im November 2013 eingeführten Sony A7 ist jedoch über jeden Zweifel erhaben und im Jahre 2019 immer noch sehr gut. Der 24 Megapixel Vollformatsensor bietet unglaubliche Reserven bezüglich Lichter und Tiefen, wenn man die RAW-Dateien in entsprechenden Programmen (z.B. Adobe Lightroom, Capture ONE) bearbeitet. Das Rauschverhalten ist beachtlich – zumindest was die praktisch rauschfreie Tiefenaufhellung bei einigermaßen korrekter Belichtung in niedrigen ISO-Werten angeht. Doch selbst wenn man, aus welchen Gründen auch immer, stark unterbelichtet hat, führt die nachträgliche Aufhellung der Fotos nur zu geringem Rauschen. Die hohen ISO Werten überzeugen jedoch kaum und waren im Jahre 2014 im Vergleich zu APS-C Kameras nur minimal besser. Der Sony-Sensor und damit verbunden die hervorragende Bildqualität bzw. der hohe Dynamikumfang ist mittlerweile legendär und führte seinerzeit zu einem großem Abstand zu anderen Kameraherstellern, gerade im Vergleich zu Canon Vollformat Spiegelreflex-Kameras. Erst ganz allmählich schafft es Canon, den Vorsprung der Sony Sensoren aufzuholen.

Gehäuse, Haptik, Gewicht, Akkulaufzeit, Menüstruktur und Sensorflecken & Sensorreflexionen

Das Kameragehäuse der Sony A7 ist ein gutes Kunststoff-Metall Gehäuse, welches gut in den Händen liegt und durch ein sehr geringes Gewicht auffällt. Leute mit kleinen Händen werden dies zu schätzen wissen. Ist einem die Kamera zu klein, so kann man mit einem zusätzlichen Batteriegriff das Handling verbessern. Von allen A7 Kameras ist das erste Modell das leichteste. Dies verwundert auch nicht, da hier weder ein sehr potentes Autofokussystem, noch eine kamerainterne Bildstabilisierung verbaut worden ist. Ein kleines Manko ist der Objektivanschluss. Die Objektive sitzen nicht bombenfest, sodass ein bisschen Spiel zwischen Objektiv und Gehäuse auszumachen ist. Ob sich dadurch Nachteile ergeben, konnte ich bis dato jedoch nicht feststellen.

Die Akkulaufzeit ist hingegen ein großes Manko und im Winter ein großes Ärgernis. Selbst wenn man den Zweitakku in der Hosentasche anwärmt, je nach Temperaturen ist auch dieser nach kurzer Zeit (ca. 10 Min) wieder unbenutzbar. Die Kamera geht dann einfach aus, mit dem Hinweis der Akku sei leer. Wenn man dann noch den insbesondere bei Kälte zu Ausfällen neigenden Fotodiox Adapter mit Canon Objektiven verwendet, ist die Kamera praktisch unbrauchbar. Selbst mit dem Sigma MC-11 Adapter sind Ausfälle bei Kälte regelmäßig zu verzeichnen. Das aktuelle Modell, die Sony A7 III (neuer Akku Sony NP-FZ100) hat diesbezüglich praktisch keine Probleme.

Die Menüstruktur ist sehr unübersichtlich, jedoch kann man sich nach einer Gewöhnungsphase auch damit arrangieren. Leider fehlt hier die Möglichkeit, wichtige Einstellungen individuell in ein eigenes Menü zu speichern. Die Canon EOS 650D hatte seinerzeit mit „My Menu“ bereits diese Option. Bei der Sony A7 III hingegen kann man eigene Einstellungen in einem extra Menüreiter endlich speichern.

Ein Objektivwechsel ist leider nur ohne geschlossenen Shutter möglich. Sensorflecken sind bei den Sony A7 Kameras daher eine größere Herausforderung. Von einem Problem möchte ich jedoch nicht sprechen, da das regelmäßige Reinigen des Sensors – z.B. mithilfe eines Blasebalgs und eines Pinsels – nun wirklich kein großes Drama darstellt. Solange man keine zwei linken Hände hat, läuft man bei einer Reinigung nicht in Gefahr den Sensor zu zerstören, zumal dieser hinter einer Glasscheibe installiert ist und die Reinigung auf der Glasscheibe stattfindet und nicht direkt auf dem Sensor. Wie man das am besten anstellt, ist hier sehr gut beschrieben. Hier punktet Canon bei der EOS R mit einem automatischen Sensorschutz. Der mechanische Verschlussvorhang schließt automatisch, wenn man das Objektiv, bei ausgeschalteter Kamera, wechselt. Die günstigere Canon EOS RP bietet diese Funktion hingegen nicht.

Vereinzelt können an der Sony A7 sogenannte Sensorreflexionen auftreten – insbesondere bei Kunstlicht, wobei die Unterscheidung zu Lichtreflexen/Lens Flare als Objektiveigenschaft schwierig ist. Dieses Problem wurde behoben, sodass an den Nachfolgemodellen (ab der Sony Alpha 7 II) derartige Sensorreflexionen nicht mehr auftauchen können. Siehe dazu auch:

Sony Alpha A7 (ILCE-7) and Sony Alpha A7r (ILCE-7r) Part 7 – A7 – Sensor Flare Problems

Sony Alpha A7 (ILCE-7) and Sony Alpha A7r (ILCE-7r) Part 9 – FinalShowdown

Sony a7 vs Sony a7II

Problem with Sony A7, reflections on the sensor

Auf der Suche nach einem besseren Autofokussystem

Da sich herausstellte, dass ich für bestimmte Aufnahmesituationen immer häufiger ein gutes Autofokussystem benötige, habe ich über einen längeren Zeitraum nach einer anderen spiegellosen Systemkamera geschaut. Doch Canon bot leider kein Kameramodell, welches hinsichtlich der Bildqualität mit der des Sony Sensors mithalten konnte. Erst die Spiegelreflexkamera Canon EOS 5D Mark IV näherte sich so langsam den Sony Sensoren an. Jedoch ist diese Kamera zu schwer, zu groß, und ich wollte eine spiegellose Systemkamera. Die im Herbst 2018 und Winter 2019 erschienenen spiegellosen Vollformat Kameras aus dem Hause Canon – Canon EOS R & RP – enttäuschten jedoch (Bildqualität, Autofokus), sodass meine Wahl auf das fantastische 3er Modell der Sony A7-Reihe fiel. Mein Erfahrungsbericht zur Sony A7 III ist hier zu finden.

Wer jetzt eine sehr günstige spiegellose Systemkamera (von Sony) mit Vollformatsensor haben möchte, und keine großen Schwierigkeiten mit dem manuellen Fokussieren hat – das Focus Peaking hilft enorm – dem sei die derzeit ca. 700€ kostende Sony A7 empfohlen. Wer zwingend dazu einen kamerainternen Bildstabilisator benötigt, für den wäre eher die für ca. 1000€ zu kaufende Sony A7 II zu empfehlen.

Nun folgend die Vor- und Nachteile der Sony A7 noch mal im Überblick.

 

Pro

+ Bildqualität (großer Dynamikumfang, sehr gutes Rauschverhalten)

+ Focus Peaking für erleichtertes manuelles Fokussieren

+ Größe und geringes Gewicht (474 Gramm inkl. Akku)

+ Individuell belegbare Tasten (C1-C5)

+ Großer elektronischer Sucher

+ Serienbildgeschwindigkeit 5 Bilder/Sek.

+ Haptik, gutes Kunststoff-Metall Gehäuse

+ WLAN-Funktion mit App Steuerung über Smartphone

Contra

– Schlechter Autofokus (adaptierte Fremdobjektive funktionieren kaum)

– Zu kurze Akkulaufzeit

– Kein Bildstabilisator

– Display nicht dreh- und schwenkbar (nur klappbar)

– Objektivwechsel ohne geschlossenem Shutter

– Unübersichtliche Menüstruktur (nicht individualisierbar)

Zum Schluss sei auf folgende Tests verwiesen:

Video: Sony A7 ausführlich vorgestellt, Teil 1

Kameravergleich – Direktvergleich

 DP Review Sony Alpha 7 Review 

Kalender Deutsche Landschaften 2019 Fotos

Kalender für 2019

Kalender

Wer am Ende des Jahres nach einem passenden Weihnachtsgeschenk sucht und keine Socken oder andere verdächtige Objekte in Betracht zieht, für den kommen eventuell Kalender in Frage. Ein Landschafts-Kalender von mir für das kommende Jahr 2019 kann in zahlreichen stationären Buchhandlungen, direkt auf der Seite des Verlages, oder ebenfalls online z.B. bei Amazon erworben werden.

Deutsche Landschaften erschienen im Stürtz Verlag. Sechs Fotos sind vom Landschaftsfotografen Tobias Richter, die anderen sechs sind von mir.

Der Kalender zeigt die folgenden Motive:

Den Leuchtturm Westerheversand (Halbinsel Eiderstedt), das Wettersteingebirge, die Kirschblüte im Eggenertal (Markgräflerland), Bärlauchblüte im Nationalpark Hainich, den Schrecksee in den Allgäuer Alpen, das Gartenreich Dessau-Wörlitz, die Kreidefelsen, den Nationalpark Jasmund (Rügen), die Lüneburger Heide, einen Fließ im Spreewald, eine Insel im Eibsee, die Schrammsteine und Falkenstein im Nationalpark Sächsische Schweiz und die verschneite Landschaft im Nationalpark Harz.

Kalender Deutsche Landschaften 2019 Cover

Kunstdrucke

Wandbilder als Weihnachtsgeschenke kommen für den ein  oder anderen auch in Frage, zumal es für jedes Budget reizvolle Angebote gibt, die (eigenen) vier Wände entsprechend individueller Vorlieben zu dekorieren. Fotos von mir können als Kunstdrucke auf verschiedenen Materialien (Poster, Leinwand, Alu Dibond, Arcrylglas) und Größen entweder bei Kollektion Wiedemann, 3aART, OhMyPrints oder direkt über meinen Shop erworben werden.

Kunstdrucke der Kollektion Wiedemann

Ab sofort sind ausgewählte Fotos von mir bei der Kollektion Wiedemann als Kunstdrucke (beispielsweise auf Acryl Glas oder Alu Dibond) erhältlich. Diese können entweder online oder in einer der über 50 Partnergalerien in Deutschland und der Schweiz erworben werden.

Die Fotos können  ab einer Größe von 75 x 50 cm und mit einem rückseitig angebrachten Abstandshalter wahlweise in drei Ausführungen bestellt werden:

Aluminiumoptik (3 mm Aludibond – gebürstete Aluminiumoberfläche)

Seidenmatt (3 mm Aludibond – glatte, weiße Oberfläche)

Hochglänzend (3 mm Acrylglas)

 

 

Luftbild Hamburger Rathaus

Hamburg aus der Luft

Containerterminals

Im vergangenen Jahr konnte ich Luftbilder von der Stadt Hamburg anfertigen und war von der schieren Größe der Hansestadt überwältigt. Insbesondere die Container Terminals haben eine unvorstellbare Dimension. Erst aus der Vogelperspektive wird geradezu augenfällig klar, warum Deutschland (wieder) Exportweltmeister ist. Die Masse an Containern und diese riesigen Containerschiffe sind einfach gewaltig! Die Zahl der (Container) Terminals im Hamburger Hafen beziffert sich auf 22! Der Gesamt-Umschlag im Jahre 2015 liegt bei 137,8 Millionen Tonnen, sowie 8,8 Mio. TEU (Einheiten) Containerumschlag! Eine interaktive Karte, die alle Umschlagsanlagen (Container, Mehrzweck oder Massengüter)  und Anlegestellen farblich unterscheidbar zeigt, findet man auf der offiziellen Seite des Hamburger Hafens. Des weiteren kann man sich auf diesem Portal alle derzeit anwesenden Schiffe und die zu erwartenden Schiffe anzeigen lassen und sogar nach Typen filtern! Wenn es ein Symbolbild für den Handel im 21. Jahrhundert gibt, dann die von den tausenden bunten Containern, die von oben wie Legosteine aussehen. Die Bilder in der Slideshow am Ende des Beitrags illustrieren sehr schön die Dimension der Container Terminals. Als weiteres illustratives Beispiel, wie die Container über ein Terminal wandern, sei folgende Animation des Hamburger Container Terminals „Tollerort“ empfohlen. Zudem ist dieser 3D-Hafen des Anbieters von Hafenkränen für den Containerumschlag Konecrane ebenso anschaulich, um die Funktionsweise nachzuvollziehen (Flash erforderlich).

 

Die größten Containerhäfen in Europa 2015 in 1000 TEU (Standardcontainer)

     Quelle: Entscheidung mit Tiefgang. Urteil zur Elbvertiefung. Spiegel Online Mi 08.02.2017

HafenCity

Zu Hamburg gehören aber nicht nur die Terminals, sondern auch die HafenCity, welche ich natürlich ebenfalls aus der Vogelperspektive fotografieren wollte. Die HafenCity wird in drei Abschnitte unterteilt, welche wiederum in insgesamt zehn unterschiedlichen Quartieren aufgeteilt ist: Westliche, Zentrale und östliche HafenCity. Die zehn Quartiere sind: 1. Am Sandtorkai / Dalmannkai 2. Am Sandtorpark / Grasbrook 3. Strandkai (westliche Hafencity) 4. Überseequartier 5. Brooktorkai / Ericus 6. Elbtorquartier 7. Am Lohsepark (zentrale Hafencity) 8. Oberhafen 9. Baakenhafen 10. Elbbrücken (östliche Hafencity)

Viele Teile sind bereits fertiggestellt, jedoch gibt es noch so einige Baustellen. Insbesondere die östliche HafenCity ist noch nicht fertig gestellt und gleicht Anfang 2017 noch einer Sandwüste.  Auch das Kreuzfahrtterminal im Quartier Strandkai (oder später zu Überseequartier gehörend – Angaben unterschiedlich) ist derzeit noch Provisorium und soll 2018 durch ein Gebäude mit wellenförmig geschwungener Fassade ersetzt werden. Im Überseequartier sollen dieses Jahr die Bauarbeiten beginnen, da viele Jahre nach der Finanzkrise 2008 ein neuer Investor (französischer Immobilienkonzern Unibail-Rodamco) gefunden wurde. Bei planmäßigem Voranschreiten der Bauvorhaben soll im Jahr 2012 alles fertig gestellt sein. Die HafenCIiy ist also architektonisch gesehen äußerst reizvoll und wird mich daher noch für so einige zukünftige Fotoflüge animieren. Spätestens wenn alles fertig gestellt ist, will ich die komplette HafenCity (final) fotografieren.

Kontorhausviertel

Das Kontorhausviertel mit dem Chilehaus, dem Meßberghof, Sprinkenhof und Mohlenhof gehört seit 2015 ebenso wie die Speicherstadt zum Weltkulturerbe und ist damit die 40. Welterbestätte in Deutschland. Die UNESCO erachtet das in den 1920er und 30er Jahren erbaute Kontorhausviertel als Beispiel für moderne Architektur und Städtebau. Es gilt als das erste reine Büroviertel Europas und das Kontorhaus somit als Vorläufer der heutigen Bürohäuser. Kontorhäuser wurden von 1886 bis zum zweiten Weltkrieg als Bürohaus für (Handels-) Unternehmen entworfen und gebaut. Und auch heute werden die Kontorhäuser hauptsächlich gewerblich genutzt: Firmensitze von mehr als 700 Unternehmen, Hafenbüros, Geschäftsräume der Reedereien,  Büros, Fachgeschäfte, Galerien, 30 bis 40 Restaurants und Cafés. Die Kontorhäuser wurden seinerzeit u.a. aus roten Bockhorner Klinkern (Backsteinen/Ziegeln) gebaut, wodurch die charakteristischen rotgebrannten Klinkerfassaden entstanden. Der Bockhorner Lehm aus Bockhorn (Friesland) verleiht den Ziegelsteinen, den Bockhorner Klinkern, seine besondere Farbe. Anscheinend gibt es diese Farbe nur in dieser Region. Die Firma Bockhorner Klinkerziegelei Uhlhorn GmbH & Co.KG (http://bockhorner.de) stellt beispielsweise seit 1906 nur diese spezielle Ziegelsorte her. Der Architekt Fritz Höger verwendete dieses Baumaterial z.B. für das Chilehaus. Die Kontorhäuser gehören mit ihrer Backsteinfassade zum so genannten „Klinkerexpressionismus“ bzw. „Backsteinexpressionismus“. Regionale Zentren des Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Backsteinexpressionismus waren Hamburg, Hannover, Bremen, das Oldenburger Land und das Rheinisch-Westfälische Industriegebiet. Das Kontorhausviertel stellt also eine Mischung aus hanseatischem Stil, dem entsoprechenden Flair, alter Kaufmannstradition und Geschichte dar. Drei Kontorhäuser des Viertels habe ich auf folgendem Luftbild markiert und zusätzliche Informationen bereitgestellt:

Luftbild Hamburg Kontorhausviertel mit Chilehaus, Sprinken- & Meßberghof

Hamburger Speicherstadt

Natürlich durfte bei den Luftbildaufnahmen auch die Speicherstadt nicht fehlen, zumal diese einer der Hauptgründe für das Shooting war. Denn sie ist nicht nur rein optisch interessant sondern ein richtiger Superlativ – der weltweit größte zusammenhängende Lagerhauskomplex bzw. das größte Waren- und Kontorhausensemble. Dazu noch UNESCO Weltkulturerbe, denn die auf Eichenpfählen erbaute Speicherstadt ist bis dato unverändert erhalten. Weitere Gründe für den Welterbestatus ist die Tatsache, dass die fünfzehn Gebäude der Speicherstadt das rasante internationale Handelswachstum zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert symbolisieren, ja geradezu ein Abbild dessen seien sollen.

Errichtet wurde die Speicherstadt in neogotischer Backsteinbauweise / wilhelminischer Backsteingotik zwischen 1888 und 1914. Nach längeren Verhandlungen mit dem Reichskanzler Bismarck kam es im Jahre 1881 (/1882) zwischen Hamburg und dem Deutschen Reich zum so genannten Zollanschlussabkommen, in welchem Hamburg im Gegenzug für das Eintreten in das Reichszollgebiet bzw. der Integration in das Deutsche Kaiserreich die Einrichtung eines Freihafens zugestanden wurde. Für dessen Bau bekam Hamburg vom Deutschen Reich eine finanzielle Förderung von 40 Millionen Reichsmark – die Baukosten betrugen insgesamt 106 Millionen. Im Bereich des Freihafens konnten nun Importgüter zollfrei gelagert und veredelt werden. Vor der Reichseinigung, vor dem Beitritt zum deutschen Zollgebiet, war die reichsfreie Hansestadt Hamburg komplett zollfreies Staatsgebiet. Die Speicherstadt war nun Teil bzw. Kern des neuen Freihafens und wurde 1888 eingeweiht, jedoch erst 1914 endgültig fertig gestellt. Mehr Informationen über die Geschichte Hamburgs und des Hamburger Hafens bzw. der Speicherstadt erhält man auf dem Hamburger Bildungsserver (http://bildungsserver.hamburg.de/der-historische-ort/) oder auf der Online Präsenz der Hamburger Hafen und Logistik AG (https://hhla.de/de/historie/ueberblick.html). Seit 2003 hat die Speicherstadt nicht mehr den Status eines Freihafens, und seit dem Jahre 2012 ist sie nicht mehr Hafengebiet. Heute sind dort u.a. (Werbe-) Agenturen, Verlage, Museen, Gastronomiebetriebe oder das Miniatur Wunderland untergebracht.

Doch Hamburg ist zu groß und hat zuviel Interessantes zu bieten, als dass man alles vollständig aus der Luft innerhalb eines Fluges fotografieren kann. Deshalb folgen in Zukunft weitere Flüge…

Luftbild Hamburger RathausLuftbild Waltershof mit Container Terminal Eurogate & BurchardkaiLuftbild Container Terminal Eurogate & BurchardkaiLuftbild Container Terminal TollerortLuftbild ElbphilharmonieLuftbild Hauptkirche St. Michaelis
Luftbild St. Lamberti Kirche Hildesheim

Die Topographie der Stadt Hildesheim

Im Jahre 2015 konnte ich zum ersten mal Luftbilder von der Stadt Hildesheim anfertigen und habe  dabei wieder einmal festgestellt, dass von oben verschiedene Phasen einer Stadtentwicklung zu Erkennen sind. Dieses Entdecken von Mustern und Regelmäßigkeiten macht für mich eine wesentliche Faszination der Luftbildfotografie aus. Im Fall der Stadt Hildesheim ist aus der Vogelperspektivegerade eine gewisse Ordnung besonders deutlich anhand eines Stadtteils zu erkennen. Zum Zeitpunkt des Anfertigens meiner Luftbilder habe ich mich zuvor noch nicht so intensiv mit der historischen Stadtentwicklung Hildesheims, mit Schwerpunkt der Topographie, beschäftigt. Doch im Rahmen meines geschichtswissenschaftlichen Studiums an der Universität Göttingen nutzte ich die mir bietende Gelegenheit, sich näher mit der städtebaulichen Entwicklung Hildesheims zu beschäftigen. Die Stadtentwicklungen einzelner Städte üben seit längerem eine Faszination auf mich aus und die Beschäftigung mit diesem Thema in einem wissenschaftlichen Rahmen passte vom Zeitpunkt her perfekt mit dem Anfertigen der Luftbilder. Damit ergaben sich quasi zur richtigen Zeit Schnittpunkte mit meinem Studium und meiner Tätigkeit als Fotograf und zufälligerweise ist in genau diesem Jahr 2015 das 1200-jährige Hildesheimer Stadtjubiläum! Anlässlich des Jubiläums zeigte das Römer und Pelizaeus-Museum Hildesheim vom 29.März bis zum 4.Oktober 2015 die Sonderausstellung Hildesheim im Mittelalter – Die Wurzeln der Rose. Einen Besuch dieser Ausstellung rundete meine Beschäftigung mit der Topographie der Stadt Hildesheim ab.

Zwar beschäftigte ich mich in meinem Studium ausgehend von der Topographie (Ortsbeschreibung) der Stadt Hildesheim, vorwiegend vom 11. bis 13. Jahrhundert, schwerpunktmäßig mit der Frage, welche gesellschafts-politischen Prozesse und Veränderungen sich mit der Gründung und dem Untergang der Dammstadt ergeben haben und wie sich das auf die damit einhergehende Wandlung des Stadtbildes ausgewirkt hat bzw. welche Kräfte innerhalb und außerhalb einer Stadt einen signifikanten Einfluss auf die städtische Topographie haben, jedoch bin ich mir jetzt darüber im Klaren, auf welche historischen Ereignisse die aus der Luft erkennbaren städtebaulichen Regelmäßigkeiten zurückzuführen sind. Folgendes Luftbild ist hierbei Ausgangspunkt meines (natürlich nicht kompletten) historischen Abrisses, indem ich darlege worin der Ursprung der regelmäßigen Bebauung liegt:

Luftbild St. Lamberti Kirche Hildesheim

Luftbild St. Lamberti Kirche Hildesheim

Die Topographie der Stadt Hildesheim war im Laufe der 1200-jährigen Stadtgeschichte immer wieder erheblichen Veränderungen unterworfen. Von der Gründung des Bistums im Jahre 815 bis 2015 wurde das Stadtbild geprägt vom Entstehen, Zusammenwachsen und Verschwinden alter und neuer Siedlungen. Wie bereits erwähnt, ist die Entwicklung einer Stadt u.a. gut an ihrer stetig wandelnden Struktur und Gestalt, anhand ihres Grundrisses abzulesen, da verschiedene Phasen einer Stadtentwicklung sichtbar werden. Die Anordnung der Straßen und Häusern, die Position von wichtigen oder ehemals bedeutenden Gebäuden lassen beispielsweise häufig einen älteren Stadtkern (die Altstadt) und spätere Erweiterungen, Wachstumsprozesse bzw. Bauphasen erkennen.

Bezüglich der Topographie der Stadt Hildesheim im 12. und 13. Jh. ist die Bischofsstadt als ein spezieller Stadttypus von Bedeutung. Als Bischofsstadt gelten Städte mit einem Bischofssitz bzw. Städte, die sich um einen Bischofssitz herum entwickelt haben, so auch Hildesheim mit der Gründung des Bistums im Jahre 815. Im Hochmittelalter erlangten Bischofsstädte zu ihrer größten Bedeutung und haben i.d.R. folgendes gemeinsam: Der Dom (bzw. synonym verwendet die Kathedrale) als Bischofskirche bildete, wie in vielen anderen Bischofsstädten auch, das Zentrum einer Siedlung bzw. einer Stadt, den kirchenrechtlichen Mittelpunkt des Bistums und wurde entsprechend seines Rangs möglichst aufwendig gestaltet – die Bischofssitze, die abgeschlossenen und häufig bewehrten Domburgen, wurden im Verlaufe der Zeit systematisch ausgebaut. Die Zentriertheit der Dome (u.a. durch Symbolhaftigkeit, fortschreitende Territorialisierung und bischöfliche Machtkonsolidierung im Reich) war charakteristisch für hochmittelalterliche Bischofsstädte und ist in den meisten Fällen bis heute noch im Stadtbild zu erkennen.

Luftbild Hildesheimer Dom

Luftbild Hildesheimer Dom

Luftbild Hildesheimer Dom

Luftbild Hildesheimer Dom

Neben der baulichen Gestalt dieses Stadttypus, ist einer der interessantesten Aspekte von Bischofsstädten die seit dem 12. Jh. zunehmenden Auseinandersetzung um die politische Führungsrolle, den rechtlichen Status bzw. die Deutungshoheit zwischen den Stadtbewohnern und dem ortsansässigen Bischof. 1145 tauchen Küntzel (2014) zufolge eher beiläufig mehrere burgenses (Bürger) auf und 1161 wird der Begriff civitas erstmals eindeutig auf die bürgerliche Marktsiedlung bezogen. Erstmals wird in einer Urkunde von 1146 Hildesheim als Stadt (civitas) und ihre Einwohner als Bürger burgenses, civis bezeichnet (Germer 2001). Aus dem Begriff civis ist allerdings nicht der auf Bürger einer Stadt im Rechtssinne zu schließen, wie es die ältere Forschung getan hat, denn auch Dorfbewohner wurden als civis bezeichnet (Pischke 2014). Immer mehr Bürgergemeinden und Verwaltungen der Stadt versuchten sich vom geistlichen Oberhaupt zu emanzipieren und mehr Mitspracherechte zu erlangen, welches letztendlich bei der Mehrheit der Bischofsstädten des Mittelalters im Verlaufe der Zeit zur Freien Stadt führte (Mainz 1462 und Münster 1661 bildeten jedoch die Ausnahme und blieben bischöfliche Residenzstadt). Das Ausmaß solcher Konfrontation konnte aber unterschiedlich ausfallen.

Den wachsenden Bedeutungsverlust der Bischöfe im 12. und 13. Jh. bzw. das Erstarken einer Bürgerschaft ist auch an einem äußeren Merkmal, am Stadtbild zu erkennen: das Entstehen von Rathäusern und andere kommunalen Gebäuden sind ein Zeichen dafür, wie das Stadtbild durch politische, rechtliche und ökonomische Entwicklungen verändert bzw. geprägt wird. Bezüglich der Stadt Hildesheim wurde 1217 erstmals ein Rathaus erwähnt, welches höchstwahrscheinlich Mitte des 13. Jh. vom Standort an der St.Andreas Kirche an den heutigen Marktplatz verlegt wurde. Folgendes Luftbild zeigt das Hildesheimer Rathaus mit dem Marktplatz:

 

Luftbild Marktplatz mit Rathaus & links die St. Andreas Kirche Hildesheim

Luftbild Marktplatz mit Rathaus & links die St. Andreas Kirche Hildesheim

Hildesheim war zur Zeit der Gründung Anfang des 9. Jh. (wahrscheinlich im Jahre 815) unter Kaiser Ludwig dem Frommen eine Siedlung und ein Bistum. Wie zuvor bereits kurz erwähnt, entstanden viele westeuropäische Städte u.a. an Kreuzungen wichtiger Handelswege. So kreuzten sich seinerzeit auch in unmittelbarer Nähe von Hildesheim zwei wichtige Verkehrsadern (West-Ost- und Nord-Süd-Fernhandelsstraße). Die West-Ost-Straße, der Hellweg, war einer der wichtigsten Handelswege des mittelalterlichen Reiches und existierte schon seit der Bronzezeit. Das Bistum lag also strategisch günstig, zwischen einer westlich gelegenen Furt am Fluß „Innerste“ und der östlich gelegenen Kreuzung beider Fernhandelsstraßen – außerdem wurde in umliegenden Siedlungen bereits vor der Gründung Hildesheims reger Handel betrieben. Das Bistum Hildesheim (und die Besiedlung des Domhügels) war bei seiner Gründung 815 somit nicht die erste oder einzige Siedlung. Nach derzeitigem Forschungsstand wird angenommen, dass eine im Zuge der Bauarbeiten auf dem Domhügel entstandene Siedlung sich zu einer Markt- und
Handwerkersiedlung weiterentwickelt hat (siehe dazu Pischke, 2014, S.17). Des Weiteren geht man derzeit davon aus, dass diese Siedlung die eigentliche Quelle, der eigentliche Ausgangspunkt der späteren Stadt. Hildesheim ist, und nicht der gesamte Domhügel – die Domburg-Siedlung könnte demnach als suburbium, als Vorstadt oder Vorort gelten. Anfang des 11.Jh. wurde unter Bischof Bernward die Domburg erweitert, ummauert und 1022 nördlich von der Domburg das Benediktinerkloster St. Michael gegründet (die St. Michaelis Siedlung). Die West-Ost-Fernhandelsstraße (der Hellweg) führte jetzt durch das nun ummauerte große Domburgareal – im Osten musste der (Handels-) Verkehr den Weg durch das Peterstor und im Westen durch das Paulstor nahmen. Ebenso wurde 1025 auf Veranlassung durch Bischof Godehard das, bezüglich der Dammstadt (später) relevante, St. Mauritius Stift im Westen von Hildesheim auf dem seinerzeit noch so genannten Zierenberg errichtet. Dort gründete später Bischof Hezilo ein Kollegiatstift und ließ die Stiftskirche St. Mauritius bauen. Derzeitigen Forschungsergebnissen zufolge wurde außerdem 1079 die St. Andreas-Siedlung nordöstlich vom Domberg gegründet. Im Jahr 1167 sind schließlich vier Siedlungen Hildesheims (Domburg, St. Andreas-Siedlung mit der Andreas Kirche, St.Michaelis mit Kloster/Stift Michaelis und Kloster/Stift Heiliges Kreuz, 996 gegründet) von einer (weiteren, äußeren) Mauer, einem Stadtmauerring umgeben.

Luftbild St. Mauritius-Kirche Hildesheim

Luftbild St. Mauritius-Kirche Hildesheim

Propst Poppo (Dekan, bzw. Kapitel des Moritzstiftes) und das Hildesheimer Moritzstift stellen in einer Urkunde von 1196 flämischen Siedlern westlich der Stadt Hildesheim ein Gelände zur Bebauung zur Verfügung. Das Besondere an dieser Urkunde ist, dass sie erstens eine der wenigen überliefert Stadtgründungsurkunden des Mittelalters in Deutschland ist und zweitens, dass in der Urkunde Angaben zur Größe der abzusteckenden Parzellen gemacht werden. Außerdem werden Angaben zum Rechtsstatus der (flandrischen) Siedler gemacht, bzw. einige stadtrechtliche Privilegien gewährt. Vorbild für die Dammstadt war Küntzel zufolge wahrscheinlich der „Hagen“ in Braunschweig, eine der ältesten städtischen Plansiedlungen des Mittelalters in Niedersachsen, gegründet um 1160 durch Herzog Heinrich den Löwen.

Die Ansiedlung von flandrischen Tuchwebern direkt vor den westlichen Toren der Stadt Hildesheim (Pantaleonstor und Süsterntor), erfolgte als ökonomische Maßnahme zur Förderung des Tuchmachergewerbes und unterstand der Herrschaft des Stadtgründers und Stiftsvogts Propst Poppo (Hildesheimer Mauritius-/Moritzstiftes auf dem Zierenberg, später Moritzberg). Die als Kaufmannssiedlung gegründete Dammstadt, mit den dafür eigens angeworbenen flandrischen Einwanderern, wurde an einer strategisch günstigen Stelle platziert, denn das zur Bebauung ausgegebene Land führte entlang des heutigen Bergsteinweges, eine der wichtigsten Ausfall-/Zufahrtsstraßen der Stadt Hildesheim. Der Bergsteinweg, als wesentlicher Teil der Fernhandelsroute, (West-Ostfernhandelsstraße bzw. Hellweg) führte von der Altstadt aus gesehen durch das Pantaleonstor aus der Stadt Hildesheim, über den wichtigsten und festen Übergang über die Innerste, dann entlang der Dammstadt (später mitten durch die Dammstadt) zum Moritzberg und Richtung Westen. Die Gründung der Dammstadt 1196 stellte daher, aus der Warte der (Alt-) Stadt Hildesheim, eine städtische Konkurrenzgründung dar, denn die Dammstädter hätten die Möglichkeit gehabt, den aus dem Westen kommenden Händlern den Zugang zur Stadt Hildesheim zu verwehren oder zumindest zu erschweren. Auf jeden Fall zog die Dammstadt einen Teil des Handels an sich und der Dammstädter Zoll verteuerte Hildesheimer Importe. Für die Hildesheimer war die Dammstadt ein (ökonomischer) Konkurrent, der den eigenen Handelsplatz beeinträchtigte, zumal in der Zeit die Altstadt prosperierte. Ein Konflikt war also vorprogrammiert.

 

Um 1215 gründete der Hildesheimer Dompropst die, ebenfalls ummauerte (so wird angenommen) Neustadt im Südosten der Altstadt. Die planmäßige Gründung der Neustadt geschah jedoch an einer verkehrsungünstigen Lage, weil sie nicht direkt ans Fernverkehrsnetz angeschlossen war. Die Neustadt hatte eine eigene Pfaffkirche und ebenfalls ein eigenes Rathaus, auf Bitten des Dompropstes Konrad ein Jahr später 1226 von König Heinrich (VII.) Marktrechte verliehen bekommen, Zoll- und Abgabefreiheiten und das Recht zur Einsetzung von Handwerksämtern und Meistern, jedoch keine weiterführenden städtischen Autonomierechte. Wie auch im Falle der Dammstadt bereits dargestellt, stellte diese weitere Stadtgründung für die Altstadt ebenfalls eine Konkurrenzgründung dar und war vom bischöflichen Domprobst auch so beabsichtigt. In Reaktion darauf versuchte die Altstadt die ökonomische Entwicklung der Neustadt negativ zu beeinflussen, indem sie u.a. von externen als auch von Kaufleuten aus der Neustadt den beim Wareneinfuhr und -ausfuhr üblichen Zoll erhoben, welche die Neustädter später aber verweigerten. Die Altstädter verweigerten daraufhin den Neustädtern den Zugang zu Altstadt. Mithilfe des Dompropstes, den Neustädter Stadtherrn, und des Domkapitels erreichten sie, dass Bischof Konrad II. 1246 die Neustädter vom Zoll im Verkehr mit der Hildesheimer Altstadt befreite. Die ehemalige Struktur bzw. den Standort der ehemaligen Neustadt ist auch heute noch gut anhand des aktuellen Stadtgrundrisses abzulesen und viel mir beim Anfertigen der Luftbilder sofort auf:

Luftbild St. Lamberti Kirche Hildesheim

Luftbild St. Lamberti Kirche Hildesheim

 

Wie zuvor bereits bezüglich der Dammstadt erwähnt, hatten diese durch geistliche Institutionen bzw. durch Geistliche (Bischof, Dompropst, Propst und Vogt von St.Mautitius) initiierten Stadtgründung einen ökonomischen Hintergrund: Man versuchte die (Alt-) Stadt, die sich aus der St. Andreas-Siedlung entwickelt hatte, wirtschaftlich zu schwächen und mit zwei eigenständigen und mit Rechten ausgestatteten bürgerlichen Siedlungen/Städte (Dammstadt und Neustadt) sozusagen Gegengewichte zu der Altstadt zu schaffen. Mitte des 13.Jh. ist die Dominanz von Domburg, Klöstern und Stiften endgültig aus dem Hildesheimer Siedlungsbild verschwunden.

Dass die Gründung der Dammstadt 1196 aus der Warte der (Alt-) Stadt Hildesheim eine städtische Konkurrenzgründung darstellte, zeigt u.a. der Versuch der Altstadt, das Dammstädter Tuchmachergewerbe zu schwächen, indem sie 1298 ihnen den Tuchhandel verbot. Das Verbot wurde jedoch 1317 von Bischof Heinrich II. wieder aufgehoben. Der Konflikt spitzte sich weiter zu, als wiederum der Rat der Dammstadt 1330 eine Satzung zum Recht auf Gewandschnitt bzw. zum Tuchhandel (Detailverkauf von Wolltuchen) erließ und im Jahr darauf damit begann, die Befestigungen gegenüber der Altstadt auszubauen. 1332 hatte es erneut eine Doppelwahl des Bischofs zum Hildesheimer Bischofsstuhls gegeben, wodurch der Konflikt zwischen Altstadt und Dammstadt eskalierte: Der Papst ernannte Graf Erich von Holstein-Schauenburg, das Hildesheimer Domkapitel wählte dagegen Herzog Heinrich von Braunschweig. Der Rat der Altstadt ergriff für Graf Erich Partei (er war der Altstadt verbunden), Herzog Heinrich von Braunschweig (der päpstliche Gegenkandidat des Domkapitels) war jedoch der Dammstadt verbunden. Durch diese Bischofswahl hingen somit der Altstadt und der Dammstadt zwei verschiedenen Kandidaten an. Graf Erich von Schaumburg-Holstein versicherte der Altstadt am 22. November 1332, dass er bei einer Besitzergreifung der Dammstadt beide Städte in einem befestigten Gemeinwesen vereinen werde. Auf Veranlassung von Graf Erich bzw. in Absprache mit ihm, überfielen Weihnachten 1332 dessen Truppen zusammen mit den Truppen des Herzogs Otto (und Altstädter Bürger; Wilke 2006 & Pischke 2014) die Dammstadt und steckten sie in Brand. Die Dammstadt wurde im Zuge dieser Auseinandersetzungen vollständig zerstört. Letztendlich erreicht die Stadt, trotz einer späteren Unterwerfung gegenüber Heinrich, dass ihre städtischen Interessen durchgesetzt wurden, denn die seit der Gründung der Dammstadt 1196 bestehende ökonomische Konkurrenz war nun endgültig eliminiert, vor allem weil Handel und Gewerbe auf dem Gelände nicht wieder ausgeübt werden durften und der Damm nicht wieder befestigt werden durfte.

Abschließend sei gesagt, dass die Gründung der Dammstadt von 1196 exemplarisch oder symptomatisch für die Zeit war und neben den vielen weiteren Stadt- und Siedlungsgründungen wie der Neustadt (nicht nur in Hildesheim), Ausdruck der stetig wachsenden Privilegien, Autonomiebestrebungen und Selbstverwaltungsrechten der im Mittelalter (neu) entstehenden Städte sind. Glücklicherweise können heutzutage aus der Luft, trotz des 2.Weltkriegs, einige ehemalige Strukturen und damit Hinweise auf historische städtebauliche Veränderungen und/oder Ursprünge noch entdeckt und gesehen werden. Die Faszination für die Luftbildfotografie wird mich daher zukünftig weiter beschäftigen….

Zur besseren Orientierung nun nachfolgend eine interaktive Karte zur Sonderausstellung „Hildesheim im Mittelalter – Die Wurzeln der Rose“ mit allen wichtigen Orten & Gebäuden der Stadtgeschichte Hildesheims:

Ebenfalls zur besseren Nachvollziehbarkeit sechs Karten als Slideshow, die sechs verschiedene Zeitabschnitte der Hildesheimer Stadtentwicklung zeigen (aus dem hervorragenden Buch – plus extra Kartenmaterial – von Gudrun Pischke Hildesheim – Von der Domburg zur Grosstadt:

Karte Pischke Hildesheim 815Karte Pischke Hildesheim 1079Karte Pischke Hildesheim 1167Karte Pischke Hildesheim 1249Karte Pischke Hildesheim 1643

Kartenmaterial aus: Pischke, Gudrun: Hildesheim – Von der Domburg zur Grosstadt. Hildesheim 2014. Geobasisdaten © Stadt Hildesheim

Frau Pischke, der Gerstenberg Verlag und die Stadt Hildesheim (Fachebereich 66.3 – Vermessung und Geodaten) haben mir freundlicherweise die Genehmigung erteilt, die gezeigten fünf Karten für diesen Blog-Artikel zu veröffentlichen!

Da meine Ausführungen zur 1200-jährigen Hildesheimer Stadtgeschichte nur einen zeitlichen Ausschnitt zeigen und ich hier natürlich nicht die vollständige Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der Stadt Hildesheim mit den verschiedenen Entwicklungsstadien und -linien und allen Siedlungsgründungen darlegen kann, sei folgenden Literatur und einige Links zur weiteren Lektüre empfohlen. Insbesondere das Buch von Pischke hat es mir sehr angetan und ich kann es wärmsten weiterempfehlen, da die Stadtgeschichte sehr übersichtlich in 15 Zeitabschnitte mit je einer Stadt- und Umlandkarte unterteilt wurden und man somit den historischen Verlauf besser nachvollziehen kann:

 

  • Ehlers, Caspar: Die Stadtentwicklung Hildesheims im Vergleich, in: Hildesheim im Mittelalter. Die Wurzeln der Rose. Hildesheim 2015.

 

  • Germer, Andrea: Geschichte der Stadt Hildesheim bis 1945, in: Landeszentrale für politische Bildung Hannover (Hg.), Hildesheim – Stadt und Raum zwischen Börde und Bergland, Schriftenreihe der Niedersächsischen Landeszentrale für Politische Bildung – Niedersachsen – Vom Grenzland zum Land der Mitte, Folge 5, Hildesheim 2001.

 

  • Hergemöller, Bernd-Ulrich: Quellen zur Verfassungsgeschichte der deutschen Stadt im Mittelalter. Darmstadt 2000.

 

  • Isenmann, Eberhard: Die deutsche Stadt im Mittelalter 1150 – 1550: Stadtgestalt, Recht, Verfassung, Stadtregiment, Kirche, Gesellschaft, Wirtschaft. Wien 2014.

 

  • Küntzel, Thomas: Die Dammstadt von Hildesheim: Ideal und Realität einer hochmittelalterlichen Stadtgründung, in: Concilium medii aevi. Bd.10. S. 1-32

 

  • Küntzel, Thomas: Zwölf Ruten lang, sechs Ruten breit? – Überlegungen zur Grundstücksaufteilung in der Dammstadt von Hildesheim, in: Forum urbes medii aevi Bd.4. 2007. S. 52-65.

 

  • Meckseper, Cord: Stadt im Wandel. Stuttgart 1985.

 

 

  • Reicher, Christa: Städtebauliches Entwerfen. Wiesbaden 2014.

 

  • Reyer, Herbert: Kleine Geschichte der Stadt Hildesheim. Hildesheim 1999.

 

  • Schilling, Ruth: Stadtbild, in: Enzyklopädie der Neuzeit. Stuttgart 2005.

 

  • Wilke, Jürgen: Konrad II. von Erbach, in: Kruppa, Nathalie (Hrsg.): Germania Sacra. Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Das Bistum Hildesheim 4. Die Hildesheimer Bischöfe von 1221 bis 1398. Berlin 2006.

 

 

 

 

 

Herrenhäuser Gärten Großer Garten Pano

Herrenhäuser Gärten

Jahresprojekt Herrenhäuser Gärten

Letztes Jahr hatte ich Gelegenheit, Fotos von den Herrenhäuser Gärten Hannover anzufertigen. Es war eines meiner bis dato größten und aufwendigsten Jahresprojekte. Fünfzehn mal war ich in Hannover, um die Gartenanlagen zu interessanten Lichtstimmungen (Sonnenuntergänge / Blaue Stunde) und anlässlich der mehrmals im Jahr stattfindenden Illumination zu fotografieren. Ebenso konnte ich dreimal bei dem 25. Internationalen Feuerwerkswettbewerb der Herrenhäuser Gärten anwesend sein und die fantastischen Feuerwerke auf den Chip bannen!

Wie es der Zufall will, wurden die Herrenhäuser Gärten genau in diesem Jahr mit dem Europäischen Gartenpreis 2015 ausgezeichnet! Der Preis wird seit 2010 vom größten Gartennetzwerk Europas, dem Europäischen Gartennetzwerk EGHN (European Garden Heritage Network) und der Stiftung Schloss Dyck vergeben. Dieses vertritt 170 Mitglieder in zwölf Ländern. 2015 wurde erstmals ein deutscher Park in der Kategorie „Historische Gärten“(„Beste Weiterentwicklung eines historischen Parks oder Gartens“) ausgezeichnet und konnte sich damit gegen andere Finalisten (Parks in England und Italien) durchsetzen und die international besetzte Jury aus Gartenexperten überzeugen.

Der Pressemitteilung vom 4. September 2015 der Stiftung Schloss Dyck (Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur) ist zu entnehmen: „Die barocken HERRENHÄUSER GÄRTEN in Hannover verbinden in idealer Form gepflegte Gartenkunst mit zahlreichen Veranstaltungen, konsequentem Marketing und dem wiederhergestellten Schloss als zusätzliche Attraktion.“

 

Historischer Abriss

Als kurzer historischer Abriss sei erwähnt, dass 1638 ein Herzog Georg von Calenberg in der Nähe des Dorfes Haringehusen ein herzogliches Vorwerk (vom Haupthof getrennter landwirtschaftlicher Betrieb mit eigenen Wirtschaftsgebäuden) zur Versorgung des hannoverschen Hofes anlegen ließ. Eine erste Erwähnung des Dorfes Haringehusen / Hargeringehusen geht auf das Jahr 1022 zurück. Der Sohn des Herzogs, Johann Friedrich, kam 1665 an die Macht und benannte den Ort in Herrenhausen um. Er ließ ein (Lusthaus / Sommer-) Schloss errichten und beauftragte seinen Gärtner Michael Grosse mit der Anlage eines ersten Lustgartens.

Unter Kurfürst Ernst August (1679-1698), dem Bruder des Herzogs Johann Friedrich, entwickelte sich nach dessen Tod der hannoversche Hof zu einem der prunkvollsten in Deutschland. Im Hinblick auf die Entwicklung der Herrenhäuser Gärten (des großen Gartens) stellte seine Regierungszeit eine der entscheidendsten Phasen dar. Denn die Frau Ernst Augusts (durch ihn wird das bisherige Herzogtum 1692 ein Kurfürstentum), Kurfürstin Sophie (1630-1714), soll die Gestaltung und den Ausbau des Gartens entscheidend beeinflusst haben, bzw. die Gartenanlage als ihr Lebenswerk angesehen haben. Herrenhausen wurde sozusagen von einer kleinen Ortschaft zur großen barocken Gartenanlage, zu einer international renommierten Sehenswürdigkeit.

Die 150ha große Anlage der Herrenhäuser Gärten besteht aus mehreren Gärten – dem Berggarten, Georgengarten und dem Großen Garten. Das historische Kernstück, der Große Garten (dort habe ich alle meine Bilder angefertigt) wurde von 1666 bis 1714 gebaut, umfasst eine Größe von 50,2 ha (Länge 905 Meter, Breite 555 Meter) und wird von einer rechteckigen Graft eingegrenzt. Diese Zahlen verdeutlichen bereits, dass ein einziger Besuch nicht ausreicht, um erschöpfend und in Ruhe sich alles (32 Skulpturen, Wasserspiele, Beete, Pavillons, Gartentheater & Sondergärten) anzuschauen, zumal es im Garten fast schon versteckt liegende Bereiche gibt. Und auch wenn die große Fontäne mit ihren 72 Metern Höhe beeindruckt (seinerzeit die höchste Europas), so war von Beginn an der Neptunbrunnen im Orangenparterre mein Lieblingsmotiv.

Der Große Garten gehört zu den umfangreichsten und schönsten, noch fast komplett im originalen Zustand erhalten gebliebenen Barockgärten Europas – mit Ausnahme des Schlosses. Denn das ursprünglich im barocken Stil errichtete und später im klassizistischen Stil umgebaute Schloss wurde im Oktober 1943 durch einen britischen Bombenangriff zerstört und erst im Jahre 2013 wieder aufgebaut. Heute wird es vor allem als Kongress-/Tagungszentrum genutzt und wurde im vergangenen Jahr ebenfalls ausgezeichnet – als beste „Tagungslocation“ in Deutschland.

Natürlich ist die komplette Gartenanlage historisch gewachsen und war dementsprechend Veränderung unterworfen, aber wenn man sich vor Augen hält, dass während des 2. Weltkrieges die Stadt den Großen Garten verwildern ließ, um den alliierten Bomberstaffeln die Orientierung zu erschweren, Teile des Gartens sogar als Gemüseanbaufläche genutzt wurden und während eines Angriffs innerhalb kurzer Zeit hunderte Bomben auch die gesamte Anlage zerstörten, dann ist es umso erstaunlicher, wie perfekt die blühenden Grünareale jetzt erscheinen – als ob nichts passiert wäre.

 

Auf mein Jahresprojekt zurückblickend, ist doch immer wieder schön festzustellen, dass jeder (Aufnahme-) Tag anders ist. Das ist jetzt für einen sehr aktiven Fotografen kein neue Erkenntnis, dennoch ist es jedes mal spannend, diese Erfahrung erneut zu machen, immer wieder eine andere Atmosphäre, eine andere Wettersituation, andere Lichtstimmungen zu erleben. An einem Abend ist das Licht milchig, an einem anderen sehr klar und im Herbst beispielsweise neblig-feucht und das erzeugt dann eine ganz eigene, ungewöhnliche Stimmung. Sofern die Bewölkung nicht allzu stark ist, hat jede Wettersituation ihren eigenen Charme und lässt die ganze Pracht der Gartenanlagen sprichwörtlich in einem anderen Licht erstrahlen. Auch die Musik, welche allabendlich erklingt (Händels Wassermusik), trägt zur besonderen Stimmung vor Ort bei und ist für mich als Fotograf, welcher sich auf historische Baudenkmäler (Schlösser, Burgen, Kirchen, Dome, Rathäuser, Gartenanlagen), Stadtpanoramen und Landschaften spezialisiert hat, etwas nicht Alltägliches. Wenn dann zeitgleich zur Musik die Hecken, Skulpturen und Wasserspiele illuminiert werden, erstrahlt auch nach Sonnuntergang der Garten in einem ganz anderen Licht (jeweils an bestimmten Illuminationsabenden im Laufe eines Jahres).

Die Feuerwerksabende des Internationalen Feuerwerkswettbewerbs sind natürlich dort das Highlight und immer ein unglaubliches und unbeschreibliches Erlebnis. Wie es die Pyrokünstler immer wieder schaffen, synchron zur Musik mit ausgeklügelten Effekten die Menschen zu verzaubern, ist wirklich eine hohe, aber leider auch vergängliche Kunst! Wer diese Erfahrung noch nicht gemacht hat, dem empfehle ich, mindestens einmal sich ein solches Feuerwerk anzuschauen. Solch ein großes Pyro-Event ist nun einmal nicht alltäglich und gerade in einer solchen Umgebung faszinierend.

 

Interessante und empfehlenswerte Internetseiten zum Thema Herrenhäuser Gärten/historische Gartenanlagen bzw. Informationsmaterial zur Planung eines Besuchs:

Freunde der Herrenhäuser Gärten

Offizieller Online Auftritt der Herrenhäuser Gärten Hannover

Offizielle Facebook Seite der Herrenhäuser Gärten Hannover

Übersichtskarte Herrenhäuser Gärten

Sehenswürdigkeiten in Hannover: Moderner Messeplatz mit Geschichte

Herrenhäuser Gärten – Wo Hannover prächtig ist

Top 7 der schönsten, barocken Gärten Europas

Herrenhausen. Die Königlichen Gärten in Hannover – Das Standardwerk über Herrenhausen (ca. 292 Seiten), von Bauforschern, Garten-, Literatur- und Kunsthistorikern geschrieben, bebildert mit Fotos vom deutschen Fotografen Wolfgang Volz. Wallstein Verlag (1. Dezember 2006) / ISBN-10: 3835300539 / ISBN-13: 978-383530053

 

Meleager & Glockenfontäne Herrenhäuser Gärten

Meleager & Glockenfontäne der illuminierten Herrenhäuser Gärten zur Blauen Stunde

Feuerwerk in den Herrenhäuser Gärten

Feuerwerk in den Herrenhäuser Gärten

Vergleich Sony FE 70-200 F4 G OSS & Canon EF 70-300 L IS USM

Das Canon EF 70-300 f4 L IS USM habe ich nun seit über zwei Jahren im Einsatz und bis jetzt habe ich mit diesem Telezoom fast nur sehr gute Erfahrungen gemacht. Da meine verwendete Hauptkamera seit Sommer letzten Jahres die Sony Alpha 7 (ILCE-7) und nicht mehr die Canon EOS 650D oder Sony Alpha 57 ist, benötige ich für einige Aufnahmesituationen ein Original Sony FE Objektiv. Der Autofokus über einen Adapter ist einfach viel zu langsam, als dass ich diese Kombination (Sony Alpha 7 + Adapter + Canon Objektive) z.B. für bewegte Motive, Luftbilder, aber auch für Portraits verwenden kann. Für bestimmte Shootings habe ich in der Vergangenheit das Sony FE 70-200 mm F4 G OSS benutzt. Da ich während des Fotografierens im Vergleich zum Canon Telezoom keine sichtbaren Unterschiede bezüglich der Schärfe oder deutlich spürbare Unterschiede bezüglich des Autofokus bemerkt habe, wollte ich in einer Vergleichs-Aufnahme-Reihe beide Objektive (Canon EF 70-300 & Sony FE 70-200) direkt miteinander vergleichen. Für meine Arbeit interessiert mich nur, ob die Bilder in der Hundertprozent-Ansicht scharf und frei von Lichtreflexen (lens flares) sind, ob das Objektiv eine nicht allzu große Verzeichnung aufweist und wie gut der Bildstabilisator arbeitet. Mein verwendetes Equipment darf mich beim Fotografieren nicht behindern, aber Pixelpeeping betreibe ich nicht und es hat für mich nichts mehr mit Fotografie zu tun.
Das Sony FE 70-200 mm hat eine durchgehende Lichtstärke von Blende 4 und einen eingebauten optischen Bildstabilisator (an den Alpha 7 Modellen ist ein zusätzlicher Bildstabilisator im Kameragehäuse eingebaut). Das Canon EF 70-300 wartet offenblendig mit f4 bis 5.6 bei 300m auf und hat ebenfalls einen integrierten Bildstabilisator.
Alle Vergleichsaufnahmen sind mit einer Sony Alpha 7 auf einem Stativ mit Kabelauslöser gemacht worden (in der 100% Ansicht manuell fokussiert) und zeigen den Braunschweiger Rathausturm (das ganze Bild zeigt den Rathausturm mit Löwendenkmal vom Burgplatz im Vordergrund bei 70mm). Bei dieser Gegenüberstellung vergleiche ich bei beiden Objektiven natürlich nur den Brennweitenbereich von 70 bis 200mm jeweils für das Zentrum (mit Bilder) und den Randbereich. Die Randschärfe des Canon 70-300 würde ich bei Offenblende (Blende 4) als sehr gut, beim Sony FE 70-200 als gut bezeichnen. Das Bildzentrum beider Objektive ist scharf, abgeblendet äußerst scharf – die Unterschiede sind sehr gering!

Das Motiv als Ganzes (Ausgangsbild)

Canon EF 70-300 L IS USM 70mm f8

Braunschweiger Rathausturm & Löwendenkmal Burgplatz Canon EF 70-300 L IS USM 70mm f8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Canon EF 70-300 L IS USM                                                                                Sony FE 70-200 mm F4 G OSS (SEL70200G)

Canon 70-300 L IS USM 70mm f4

Canon EF 70-300 L IS USM 70mm f4 100%

Sony FE 70-200 G OSS 70mm f4.0

Sony FE 70-200 G OSS 70mm f4.0 100%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Canon 70-300 L IS USM 70mm f11

Canon EF 70-300 L IS USM 70mm f11

Sony FE 70-200 G OSS 70mm f11

Sony FE 70-200 G OSS 70mm f11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Canon 70-300 L IS USM 100mm f4

Canon EF 70-300 L IS USM 100mm f4

Sony FE 70-200 G OSS 100mm f4

Sony FE 70-200 G OSS 100mm f4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Canon 70-300 L IS USM 100mm f11

Canon EF 70-300 L IS USM 100mm f11

Sony FE 70-200 G OSS 100mm f11

Sony FE 70-200 G OSS 100mm f11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Canon 70-300 L IS USM 135mm f4.5

Canon EF 70-300 L IS USM 135mm f4.5 100%

Sony FE 70-200 G OSS 135mm f4.0

Sony FE 70-200 G OSS 135mm f4.0 100%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Canon 70-300 L IS USM 135mm f11

Canon EF 70-300 L IS USM 135mm f11 100%

Sony FE 70-200 G OSS 135mm f11

Sony FE 70-200 G OSS 135mm f11 100%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Canon 70-300 L IS USM 200mm f5

Canon EF 70-300 L IS USM 200mm f5 100%

Sony FE 70-200 G OSS 200mm f4.0

Sony FE 70-200 G OSS 200mm f4.0 100%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Canon 70-300 L IS USM 200mm f11

Canon EF 70-300 L IS USM 200mm f11 100%

Sony FE 70-200 G OSS 200mm f11

Sony FE 70-200 G OSS 200mm f11 100%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit

Beide Objektive sind für meine Anwendungen (Architektur, Landschaften, Luftbilder) super und lassen fast keine Wünsche offen. Der Autofokus arbeitet sehr schnell und treffsicher, einzig beim Sony bin ich nicht hundertprozentig zufrieden. Denn mit dem Sony 70-200 habe ich etwas zu viele unscharfe Bilder, was entweder am nicht perfekten Bildstabilisator oder möglicherweise am nicht ganz ausgereiften Autofokus-System der verwendeten Sony Alpha 7 liegt. Laut Berichten anderer (beispielsweise Traumflieger) soll mit der neue Sony Alpha 7R II das Fokussieren deutlich schneller gehen, und in absehbarer Zeit kann ich hier weiteres dazu berichten (die Sony Alpha 7 hat nur 25 AF-Felder, die 7R II jedoch 399 Af-Felder). Aber den Meisten dürfte klar sein, dass neben einem schnellen Motor im Objektiv auch ein sehr gutes Autofokus-System einer Kamera maßgeblich dafür verantwortlich ist, wie schnell und zuverlässig Motive erfasst werden, und die Sony Alpha 7 oder 7R sind natürlich keine Kameras für Sport- oder Tierfotografie – da wäre dann eine Canon EOS 7D Mark II, 5D Mark III / IV oder 5DS (R) eher geeignet. Interessantes und in diesem Zusammenhang erwähnenswertes Feature beim Sony ist ein Fokuslimiter, welcher das Eingrenzen des Fokusbereiches erlaubt und damit beim Fokussiervorgang verhindert, dass der komplette Fokusbereich „abgefahren“ wird. Die Schärfe ist bei beiden Objektiven durchweg sehr gut – Pixelpeeper würden in der Hundertprozent-Ansicht dem Canon EF 70-300 L IS USM ca. 5-10% mehr an Schärfe attestieren, was jedoch in der photographischen Praxis vernachlässigbar ist. In Gegenlichtsituationen habe ich beim Canon Telezoom leider häufiger unschöne und deutlich sichtbare Lichtreflexe erhalten, die doch sehr störend sind. Inwieweit dies bei anderen Telezooms von Canon (z.B. dem Canon EF 70-200 2.8 L IS USM II) auftritt, kann ich nach derzeitigem Kenntnisstand nicht sagen.
Zum Abschluss jeweils pro Objektiv zwei Beispielfotos aus der Praxis, denn für mich zählt vor allem das fertige Bild als Ganzes und nicht das pingelige Suchen nach dem letzten Rest an Schärfe in den äußersten Rändern oder das penible Fahnden nach minimaler kissen- oder tonnenförmiger Verzeichnung:

 

Portrait Stelzenfigur Seifenblasen

Sony FE 70-200 mm F4 G OSS, Sony Alpha 7, ISO 100, 1/640, 94mm, f4

Luftbild Schloss Marienburg

Sony FE 70-200 mm F4 G OSS, Sony Alpha 7, ISO 800, 1/400, 70mm, f8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Historische Darstellung Frau

Canon EF 70-300 L IS USM, Canon EOS 650D, ISO 200, 1/320, f4.5

Harzer Schmalspurbahn Nebel

Canon EF 70-300 L IS USM, Sony Alpha 7, ISO 100, 1/400, 70mm, f5.6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Update 12.01.2017: Wie ich bereits im Fazit vermutete, ist der Autofokus der Sony Alpha 7RII deutlich schneller und treffsicherer als der der Sony Alpha 7. Letztere Kamera ist für bestimmte Aufnahmesituationen (mit Original Sony FE Objektiven) einfach nicht geeignet. Mit der 7RII hatte ich während eines Shootings nur ca. 20% Ausschuss, mit der Alpha 7 ca. 50%! Interessant wäre jetzt noch der Vergleich mit der neuen Canon EOS 5D Mark IV – Erfahrungsbericht folgt später.

Weitere zu empfehlende Tests:

Traumflieger Test Canon EF 70-300mm L IS USM

Canon EF 70-300mm f/4-5.6L IS USM Lens Review

Testberichte.de Sony Fe 70-200 f4 G OSS

Neuer Online Shop

Ab sofort können zahlreiche Fotos von mir automatisiert im neuen Online Shop erworben werden. Im Shop ist eine Auswahl von Bildern als Poster, Forex, Leinwand oder Acrylglas bestellbar, ganz bequem und mit sicherer online Bezahlung (PayPal oder Vorkasse). Mit dem neuen Shop können Sie nun ihre gewünschten Bilder einfach auswählen, die Größe und das Material bestimmen – und die Fotos werden dann zu Ihnen nach Hause geschickt. Schauen Sie dazu in die Galerien oder nutzen Sie gezielt die Suchfunktion, um ein bestimmtes Motiv zu finden. Die Wandbilder werden natürlich ohne Wasserzeichen und von den derzeit besten Fotolaboren produziert, sodass Sie Ihre Wunschmotive in erstklassiger Qualität erhalten. Im Laufe der Zeit werden natürlich weitere Bilder hinzukommen, sodass Sie immer wieder nach neuen Motiven schauen können.

Falls Sie sich für ein Foto auf meiner Webseite entschieden haben, welches aber im Shop nicht erhältlich ist, oder falls Sie das gewünschte Foto auf einem anderen Untergrund bevorzugen, dann schreiben Sie mir einfach eine Nachricht. Sollten Sie Wünsche oder Fragen bezüglicher der Wandbilder oder dem Bildkauf haben, könne Sie sich gerne an mich wenden: Lichtspot(at)yahoo.de oder über das Kontaktformular.

 Alu Dibond, Forex, Acrylglas

Fine Art Photography Awards 2015

Dieses Jahr habe ich  bei den  Fine Art Photography Awards teilgenommen und  freue mich dreimal Honorable Mention für 3 Serien (Landscape/Seascape, Open Theme, Panoramic) erhalten zu haben. Die Slideshow zeigt alle ausgezeichneten Bilder der drei Serien:

Altstadtmarkt Braunschweig PanoramaBärlauchblüte im Nationalpark HarzWinternebel im Nationalpark HarzZwinger Eingang PanoHarzer Schmalspurbahn SonnenuntergangHarzer SchmalspurbahnHarzer Schmalspurbahn AbendHarzer Schmalspurbahn SchneeHarzer Schmalspurbahn Harz